Notenrechner Gymnasium

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G8 und G9 im Vergleich

Die Wahl zwischen 8- und 9-jährigem Gymnasium bestimmt den Zeitplan und die Stoffverteilung.

G8 (Turbo-Abi) verkürzt die Schulzeit um ein Jahr. Der Unterrichtsstoff wird auf 12 Jahre komprimiert. Schüler haben mehr Wochenstunden und kürzere Ferien. Das Abitur wird nach der 12. Klasse abgelegt.

G9 verteilt den gleichen Stoff auf 13 Jahre. Schüler haben weniger Wochenstunden, mehr Zeit für Vertiefung und außerschulische Aktivitäten. Das Abitur wird nach der 13. Klasse abgelegt. Seit 2019 kehren viele Bundesländer zu G9 zurück.

Der Notenrechner Gymnasium passt die Phasenbezeichnung automatisch an: Bei G8 ist die EF = Klasse 10, bei G9 ist die EF = Klasse 11.

VergleichG8 vs. G9
G8G9
Schuljahre1213
Oberstufe abKl. 10Kl. 11
Abitur inKl. 12Kl. 13
Wochenstunden34–3631–33

Oberstufen-Phasen am Gymnasium

Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in Einführungsphase (EF) und Qualifikationsphase (Q1/Q2).

In der Einführungsphase (EF) werden neue Fächerkombinationen erprobt und Grund- sowie Leistungskurse gewählt. Die EF-Noten zählen nicht für die Abiturwertung, sind aber versetzungsrelevant für den Übergang in die Q-Phase.

In der Qualifikationsphase (Q1 und Q2) sammeln Schüler die Kursnoten für Block I. Jedes Halbjahr (Q1.1, Q1.2, Q2.1, Q2.2) wird separat benotet. Leistungskurse zählen doppelt. Mindestens 35 Kurse müssen eingebracht werden.

Block II (Abiturprüfungen) umfasst 4–5 Prüfungen am Ende von Q2. Jedes Ergebnis wird mit Faktor 4 multipliziert. Maximal 300 Punkte sind in Block II möglich.

PhasenOberstufen-Ablauf
EF
Einführungsphase

Kurswahl, Orientierung, nicht abiturrelevant

Q1
Qualifikationsphase 1

2 Halbjahre, Noten zählen für Block I

Q2
Qualifikationsphase 2

2 Halbjahre, Noten + Abiturprüfungen

Pflicht- und Wahlkurse am Gymnasium

Die Belegungspflicht legt fest, welche Fächer durchgehend belegt werden müssen.

Pflichtfächer in der Q-Phase: Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache, Geschichte oder Sozialwissenschaften, eine Naturwissenschaft, Religion/Ethik und Sport. Diese Fächer müssen in allen 4 Halbjahren belegt werden.

Wahlkurse ergänzen die Pflichtbelegung: eine 2. Fremdsprache oder ein 2. naturwissenschaftliches Fach, Kunst oder Musik, weitere Gesellschaftswissenschaften. Die Wahlkurse werden als Grundkurse belegt.

Projektkurse können in Q1 gewählt werden. Sie laufen über 2 Halbjahre und werden wie 2 Grundkurse gewertet. Der Projektkurs kann eine mündliche Prüfung (5. PK) ersetzen.

BelegungPflicht & Wahl
Pflicht
DeutschMathematikFremdspracheGeschichteNaWiReligionSport
Wahl
2. Fremdsprache2. NaWiKunst/MusikInformatikProjektkurs

Defizit-Tracking und Bestehensregeln

Die Abiturqualifikation erfordert eine Mindestpunktzahl und begrenzt die Anzahl von Unterpunktungen.

Defizite sind Kurse unter 5 Punkten (Note 4−). In Block I dürfen maximal 7 von 35 eingebrachten Kursen unterpunktet sein. Bei LK-Kursen sind maximal 3 Defizite erlaubt.

Die Mindestpunktzahl in Block I beträgt 200 von 600 Punkten. Das entspricht einem Durchschnitt von 5,7 Punkten pro Kurs. In Block II sind mindestens 100 von 300 Punkten nötig (Durchschnitt 5 Punkte pro Prüfung).

Kein Kurs darf 0 Punkte aufweisen, wenn er als Pflichtbelegung eingebracht wird. Bei 0 Punkten in einem LK wird die Abiturqualifikation nicht erreicht.

KriterienBestehensregeln
✓
≥ 200 Punkte in Block I

Mindestens 200 von 600 Punkten

✓
≥ 100 Punkte in Block II

Mindestens 100 von 300 Punkten

✓
≤ 7 Defizite (GK)

Maximal 20 % Unterpunktungen

✓
≤ 3 Defizite (LK)

Leistungskurse strengere Grenze

Abiturnote Simulieren am Gymnasium

Mit den bisherigen Kursnoten und geschätzten Prüfungsergebnissen lässt sich die Abiturnote vorhersagen.

Die Abiturnote ergibt sich aus der Gesamtpunktzahl (Block I + Block II). Die Formel: Abiturnote = (17/3) − (Gesamtpunktzahl / 180). Bei 700 Punkten ergibt sich: 5,67 − 3,89 = 1,78 → Abiturnote 1,8.

Strategie zur Optimierung: Zuerst die schwächsten Grundkurse identifizieren. Diese können durch stärkere Kurse ersetzt werden (Einbringungswahl). Dann die LK-Noten prüfen, da sie doppelt zählen und den größten Hebel bieten.

Beispielrechnung: 35 Kurse × Ø 10 Punkte (2 LK doppelt) = ~420 Punkte (Block I). 5 Prüfungen × Ø 10 Punkte × 4 = 200 Punkte (Block II). Gesamt: 620 → Abiturnote 2,2.

SimulationPunkteskala
GesamtpunkteAbiturnote
823–9001,0
751–8221,1–1,2
683–7501,3–1,4
615–6821,5–1,6
547–6141,7–1,8
480–5461,9–2,0
413–4792,1–2,4
345–4122,5–3,0
300–3443,1–4,0

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Häufig gestellte Fragen zum Notenrechner Gymnasium

Antworten zu G8/G9, Oberstufe, Defiziten und Abitur.

Wie berechne ich meinen Gymnasium-Durchschnitt?

Alle Fachnoten addieren und durch die Anzahl der Fächer teilen. Am Gymnasium zählen Hauptfächer (Deutsch, Mathe, 1./2. Fremdsprache) doppelt. In der Oberstufe wird mit dem 15-Punkte-System gerechnet, wobei LK-Kurse Faktor 2 erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen G8 und G9?

G8 (8-jähriges Gymnasium) führt in 12 Schuljahren zum Abitur. G9 (9-jähriges Gymnasium) in 13 Schuljahren. Der Lehrplan ist bei G9 entzerrt. Die Oberstufe beginnt bei G8 in Klasse 10, bei G9 in Klasse 11.

Welche Phasen hat die gymnasiale Oberstufe?

Die Oberstufe besteht aus der Einführungsphase (EF, 1 Jahr) und der Qualifikationsphase (Q1 + Q2, 2 Jahre). In der EF werden Kurse gewählt, in der Q-Phase zählen die Noten für die Abiturwertung. Bei G8: EF = Klasse 10, Q1 = Klasse 11, Q2 = Klasse 12.

Wie viele Leistungskurse muss ich wählen?

In der Regel werden 2 Leistungskurse (LK) gewählt. Der 1. LK muss aus dem Aufgabenfeld I oder II stammen (Deutsch, Fremdsprache, Mathe, Naturwissenschaft). Die genaue Wahlpflicht variiert je nach Bundesland.

Was sind Defizite am Gymnasium?

Ein Defizit entsteht, wenn ein Kurs in der Q-Phase unter 5 Punkten (Note 4−) abgeschlossen wird. Maximal 20 % der eingebrachten Kurse dürfen Defizite sein. Bei LK-Kursen gelten strengere Regeln (max. 3 LK-Defizite).

Wie funktioniert die Versetzung am Gymnasium?

Die Versetzung erfordert in allen Fächern mindestens Note 4. Eine Note 5 in einem Hauptfach muss durch eine Note 3 in einem anderen Hauptfach ausgeglichen werden. 2 Noten 5 in Hauptfächern ohne Ausgleich = Nichtversetzung.

Wann droht der Abstieg vom Gymnasium?

Bei wiederholter Nichtversetzung in derselben Klassenstufe oder bei 2 aufeinanderfolgenden Nichtversetzungen muss das Gymnasium verlassen werden. Der Wechsel erfolgt zur Realschule oder Gesamtschule.

Welche Noten brauche ich für die Oberstufe?

Für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe ist die Versetzung in die EF erforderlich. Ein Durchschnitt von 3,0 in den versetzungsrelevanten Fächern wird empfohlen. Kein Hauptfach sollte die Note 5 aufweisen.

Wie berechnet sich der Numerus Clausus?

Der NC wird aus der Abiturnote berechnet. Die Abiturnote ergibt sich aus den Kursnoten der Q-Phase (Block I, max. 600 Punkte) und den Abiturprüfungen (Block II, max. 300 Punkte). Insgesamt max. 900 Punkte → Note 1,0.

Kann ich meine Abiturnote vorher simulieren?

Ja, der Notenrechner Gymnasium berechnet aus den eingegebenen Kursnoten den voraussichtlichen Block-I-Schnitt. Mit geschätzten Prüfungsergebnissen lässt sich die Abiturnote simulieren.